ARBEIT UND GESUNDHEIT im August
Mobile Büroarbeit: Neue Freiheit?
Flexibilität in der Arbeitswelt ist Alltag
Immer mehr Menschen arbeiten nicht nur im Firmenbüro, sondern auch zuhause oder unterwegs. Dies bringt viele Freiheiten, aber auch neue Risiken. Um langfristig die Gesundheit nicht zu gefährden, sollte auch hier auf die Arbeitsbedingungen geachtet werden.
DGUV ARBEIT UND GESUNDHEIT ist das Fachmagazin für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit und wird von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) herausgegeben und kann beim Verlag
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Wer beruflich viel unterwegs ist, kommt kaum noch ohne Notebook aus. Im Zug, auf dem Flughafen, im Café – überall werden E-Mails gecheckt, Präsentationen bearbeitet oder Kalkulationen erstellt. „Mobile Büroarbeit“ wird immer selbstverständlicher. Trotzdem gibt es bisher keine offiziellen Vorgaben im Arbeitsschutz. Die allgemeinen Regelwerke, die die Risiken am Büroarbeitsplatz minimieren sollen – etwa die Verordnung über Arbeitsstätten oder die Bildschirmarbeitsverordnung –, lassen sich nicht eins zu eins auf mobile PC-Arbeit übertragen: Angefangen beim fehlenden Arbeitstisch bis hin zu Faktoren wie Lärm und Licht, auf die an öffentlichen Orten niemand Einfluss nehmen kann. Mit den unergonomischen Arbeitsbedingungen können Rücken- und Nackenverspannungen, Überanstrengungen der Augen sowie Konzentrationsmängel einhergehen – zu Lasten der Gesundheit und der Arbeitsqualität.
Grundsätzlich gilt: Arbeiten mit dem Notebook auf dem Schoß sollte kein Dauerzustand sein. Also nicht zu lange damit arbeiten und auf folgende Eigenschaften des Notebooks achten:
* entspiegelter Bildschirm
* hohe Leuchtdichte der Bildschirmanzeige
* ergonomische, positiv beschriftete Tastatur
* aufgabengerechte Software.
„Hilfreich ist es, beim Gerätekauf ins Freie zu gehen und zu testen, ob die Informationen auf dem Bildschirm noch gut lesbar sind“, empfiehlt die VBG in ihrer Broschüre „Mobil arbeiten mit Notebook & Co. Wichtig sei auch eine positiv beschriftete Tastatur – also helle Tasten mit dunkler Beschriftung. Darauf lässt sich selbst bei schlechten Lichtverhältnissen noch etwas erkennen. Auch für die organisatorische Ebene gibt es einen guten Tipp: Wer Zeit unterwegs zum Arbeiten nutzen will, sollte bewusst Tätigkeiten mit geringem gestalterischen Aufwand und möglichst wenigen Wechseln zwischen Softwareprogrammen wählen, weil dabei die ergonomischen Defizite der Notebooks besonders zu Buche schlagen. Also lieber ein Dokument oder Nachrichten lesen, als eine Präsentation vorbereiten oder kleinteilige Tabellen anlegen.
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